Ich hatte ja schon im letzten Blog zum Thema Entscheidungen (siehe hier) angedeutet, warum mich dieses Thema so interessiert. Die Ergebnisse der Europawahl waren, wenn auch nicht gänzlich überraschend, doch gerade für mich als Ossi bestürzend. Warum gerade meine ehemaligen Landsleute eine Partei wählen, die engstirnig wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimaveränderung genauso vehement verneint wie den Nutzen der Globalisierung und eines vereinten Europas, wollte mir nicht in den Kopf. Hatten wir denn nicht die Grenzen, die uns einsperrten, gehasst? Und nicht nur die örtlichen, die uns das Reisen verboten, sondern auch die in den Köpfen, mit denen uns vorgeschrieben wurde, was wir lesen dürfen und was nicht? Haben wir nicht nach der Wende den immer größer werdenden Abstand zwischen Arm und Reich und die Sortierung der Gesellschaft in voneinander getrennte Kasten abgelehnt? Und vor allem, hatte denn der Geschichtsunterricht nicht klar genug gemacht, wohin man mit Fremdenhass und rassischer Überheblichkeit kommt? Ein Viertel der Ossis müsste diese Fragen jetzt wohl verneinen. Seltsam, seltsam. Dazu kommt das zunehmende Erstarken separatistischer und nationalistischer Tendenzen überall und die Radikalisierung im linken, rechten und religiösen Spektrum. Gleichzeitig wächst die Zahl derjenigen, die verstanden haben, daß nur eine radikale Änderung unseres Lebensstiles noch die Zerstörung der Erde, wie wir sie kennen, verhindern kann. Sichtbarer Ausdruck waren die „Fridays for future“, die sicher auch einen Einfluß auf das Ergebnis der Europawahl hatten.

Alles Themen, für die unsere Entscheidungen die Grundlage bilden. Also fand ich es total spannend, gerade die Entscheidungen, die unsere Wahl (im politischen Sinn) beeinflussen, zu hinterfragen.

 

Wird mit unserem System einer demokratischen Wahl ein gleichberechtigtes und harmonisches Gemeinwesen gefördert?

Eine Wahl ist natürlich auch eine Entscheidung. Aber das althochdeutsche „wala“ leitet sich aus dem indogermanischen „uel“ für wünschen oder begehren ab. Es geht also nicht vordergründig um eine Aus“Wahl“ ´zwischen Alternativen, sondern um das Ziel dieser Auswahl, nämlich das zu erhalten, was man wünscht oder begehrt. Das haben zumindest auch Parteien und Einzelpersonen verstanden, die sich zu einer Wahl stellen: nämlich das, was der Wähler (vermutlich) wünscht, zu versprechen.

In den meisten Ländern der Welt ist heute die Wahl die Grundlage für die jeweilige Regierung. Dabei handelt es sich in der Regel um eine parlamentarische oder repräsentative Demokratie. Diese Bezeichnung fand man wohl schöner als die genauere „indirekte Demokratie“. Denn wir haben ja keine Volksherrschaft (im Sinne des Wortes demokratie = demos: Volk + kratein: herrschen). Die indirekte Demokratie steht für eine Wahl von Vertretern, die in ihren Entscheidungen die Wünsche der Wählenden berücksichtigen sollen. Daher enthalten die Programme der Parteien in der Regel Vorschläge für einzelne Wählergruppen. Nach Aristoteles (den ich für meine Dissertation ausgiebig studieren durfte) soll der Sinn eines Staates jedoch darin bestehen, die Glückseligkeit der gesamten Gemeinschaft zu gewährleisten. Dabei versteht Aristoteles Glückseligkeit (eudaimonia) als eine Daseinsform, die ein erfülltes und sinnvolles Leben bedeutet. Zu diesem Zweck sollten Arme und Reiche zu gleichen Teilen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, mit dem Ziel, keine der Gruppen über die andere herrschen zu lassen. Wir lassen jetzt hier mal beiseite, daß nach Aristoteles Besitzlose, Fremde, Nichtbürger, Unfreie und Frauen keine Möglichkeit hatten, ihre Interessen einzubringen. Trotzdem finde ich auch heute noch, daß die altgriechischen Philosophen für die Suche nach der Weiterentwicklung unserer Mitbestimmung gerade mit der Diskussion über „eudaimonia“ sehr interessante Denkansätze bieten.

Unser System einer demokratischen Wahl bietet einem großen Teil der Bevölkerung die Möglichkeit zur Beteiligung an einer politischen Entscheidungsfindung. Teile sind jedoch nach wie vor ausgeschlossen: Fremde, die dauerhaft in einem Land leben, dessen Staatsbürgerschaft aber nicht besitzen, Staatsbürger, die dauerhaft woanders leben, geistig Behinderte sowie Jugendliche unter 18 Jahren, über deren Zukunft die Politik entscheidet. Diese Möglichkeit ist jedoch dadurch eingeschränkt, daß Vertreter gewählt werden, die vor der Wahl ihre Vorstellungen veröffentlicht haben. Es gibt jedoch keinen Zwang, sich in der politischen Entscheidungsfindung dann an diese Versprechen zu halten. Dabei haben Parteien nach Art. 21 unseres Grundgesetzes die Aufgabe, an der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken. (1). Ich verstehe darunter, Visionen zu entwickeln und Wege zu erläutern, wie Politik das Leben positiv beeinflussen kann. Doch ich persönlich sehe das nur in wenigen Fällen. Die meisten der in den Parteiprogrammen veröffentlichten Vorstellungen laufen eher den Wünschen der erhofften Zielgruppen hinterher. Und die Zielgruppen wählen dann auch brav die entsprechende Partei. Dadurch entsteht nach der Wahl in der Regel ein Streit darum, im Interesse welcher Zielgruppe eine Sachentscheidung getroffen werden sollte.

Wir halten fest: das System der demokratischen Wahl unterstützt eher individuelle Wünsche zu politischen Entscheidungen als gesamtgesellschaftlich auf Harmonie und Weiterentwicklung gerichtete. Zudem sind nicht alle Bevölkerungsteile gleichberechtigt beteiligt, sondern zahlenmäßig überlegene Gruppen bestimmen den Fortgang der Entwicklung.

 

Bildet diese Orientierung an individuellen Themen auch die Erklärung für extreme Überzeugungen und Handlungen?

Für eine Wahl gibt es zu viele Möglichkeiten (ich hatte ja im letzten Artikel schon beschrieben, daß eine große Menge an Wahlmöglichkeiten uns total überfordert); das betrifft auch die Auswahl politischer Parteien und Überzeugungen. Das macht uns unsicher und läßt uns zweifeln. Gerade populistische und radikale Strömungen bieten im Gegenzug eine Sicherheit in einem geregelten Umfeld und damit die Unnötigkeit weiterer Entscheidungen. Das Gefühl von Sicherheit und Gemeinschaft richtet sich auch gerade an Menschen, die versuchen, ihren Lebensweg zu finden, und bislang irgendwie das Gefühl hatten, nicht dazu zu gehören (aus kulturellen, sozialen oder intellektuellen Gründen). Ich persönlich glaube auch, daß gerade in den ostdeutschen Bundesländern Sicherheit einen hohen Stellenwert hat, weil die Wende für viele zu einer vorher nicht vorstellbaren Unsicherheit geführt hat.

Kommen dazu noch persönliche Schicksalsschläge, wie der Verlust einer Person, die bislang Sicherheit und Orientierung geboten hat, der Verlust einer Arbeit oder persönliche Enttäuschungen auf privater oder beruflicher Ebene, kann das Angebot einer Gemeinschaft mit klaren und einfachen Vorstellungen sehr verlockend sein. Oft bieten diese Gruppen auch eine Anerkennung, die die Betreffenden in ihrem Leben bislang nicht erfahren haben, weil vielleicht die Eltern überfordert, die Unterstützung in der Schule nicht vorhanden war.

Durch die Trennung in Gut und Böse, in Gewinner und Verlierer, in Helden und Schafe, wird die Weltsicht sehr einfach. Zudem sind die Anhänger solcher Gruppierungen immer die Guten, die Gewinner, die Helden. Und natürlich möchte man dazu gehören. Diese Trennung ist aber auch die Grundlage für die aus solchen Überzeugungen erwachsenen Handlungen. Denn die Vernichtung oder Bestrafung der Bösen, der Verlierer, der Schafe, die dem falschen Propheten folgen, ist nicht nur richtig, sondern sogar notwendig.

Diese Herangehensweise funktioniert natürlich besonders gut bei emotional labilen und in ihrem Selbstwertgefühl wenig gefestigten Menschen. Dabei hat Selbstwertgefühl – wie ich täglich in meiner Praxis erlebe – nichts mit dem sozialen Hintergrund zu tun. Das hat eher damit zu tun, wieviel Wertschätzung Menschen zu Beginn ihres Lebens, also in den ersten Lebensjahren, von ihrem Umfeld erfahren und inwieweit sie diese Erfahrung im Laufe ihres Lebens bestätigen oder korrigieren können. Fühlt man sich in Folge dieser Erfahrungen als unschuldiges Opfer, sieht man gar die Umwelt als schuldig dafür an, daß man das, was einem vermeintlich zusteht, nicht erhält, hat man dann auch noch eine schlechte Impulskontrolle, ist man schnell in wirklich extremistischen Gruppen.

Gerade jungen Männern fehlt es in der heutigen Gesellschaft an Risiken, in denen sie sich beweisen können, an Kampf und Abenteuer – das alles bieten aber gerade die extremistischen Gruppierungen. Hier kann man sein Leben in den Dienst einer als erhaben betrachteten Sache stellen – so ist es auch Adolf Hitler gelungen, praktisch ein ganzes Volk hinter sich zu bringen.

Ein paar Zahlen und Fakten zu extremistischen Gewalttaten sind hier interessant: 2018 zählte Deutschland 20.400 rechtsextreme und 7.800 linksextreme Gewalttaten. Straftaten durch Tierschützer fallen demgegenüber kaum ins Gewicht. Wenige Hundert sollen es in ganz Deutschland sein.

Extremistische Gruppierungen hilft es, daß Parteien sich in ihren Programmen auf die individuell unterschiedlichen Vorstellungen von Teilen der Bevölkerung beziehen. Sie nutzen dieses Verfahren, um Sicherheit und Geborgenheit in einer Gruppe anzubieten. Auch der Aspekt, sich anderen überlegen zu fühlen und sich damit mit der Gruppe klar von anderen abzugrenzen, macht radikale Ideologien offenbar für viele anziehend.

 

Beeinflussen psychologischen Hintergründe Entscheidungen in oder zwischen Gruppen?

Wenn Überlegenheit über andere in extremistisch orientierten Parteien so anziehend wirkt, muß es dafür einen psychologischen Erklärungsansatz geben, dachte ich mir und wurde in der psychologischen Spieltheoriefündig. Diese Spiele, die stets über viele Runden in unterschiedlichen Gruppierungen gehen, erlauben einen Einblick in die Strategien von Menschen. Interessanterweise treten in allen Spielen immer wieder dieselben vier Persönlichkeitstypen auf. Es gibt:

  1. Diese gehen immer ein hohes Risiko ein und glauben daran, daß sich alles in ihrem Sinne fügen wird.
  2. Diese gehen gar kein Risiko ein, sondern handeln nach der Devise: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
  3. Ihnen geht es vor allem darum, daß es den anderen schlechter ergeht als ihnen.
  4. Sie geben immer anderen im Vertrauen darauf, daß andere sich ebenso verhalten.

Jetzt darfst du mal raten, welche Gruppe die mit Abstand größte Gruppe ist. Hast Du c. gesagt? Dann lagst du richtig. 30% der Spieler sind dieser Gruppe zuzuordnen, den anderen gehören jeweils 20% an. (Falls du zu denen gehörst, die jetzt rechnen: 10% lassen sich keiner Gruppe zuordnen.)

Es gibt sogar Versuche, in denen Menschen die Möglichkeit haben, unter Einsatz eigener Geldmittel anderen empfindlich zu schaden. Auch diese Möglichkeiten werden leider nur zu gern ergriffen.

Gruppenpsychologisch ist es tatsächlich für zahlreiche Menschen erhöhend, wenn sie andere Menschen erniedrigen können. Ich glaube, daß diese Regung jedem von uns bekannt ist, auch wenn das zu den dunklen Ecken unserer Persönlichkeit gehört, in die wir nicht so gern schauen. Die größte Angst jedoch ist, daß man selber an die letzte Stelle gerät, gemäß dem Motto: „Den Letzten beißen die Hunde“. Das erklärt, warum Parteien wie die AfD und Politiker wie Trump von Menschen gewählt werden, für die die Programme eigentlich keine Vorteile bieten. Aber die Furcht, daß durch die Programme anderer Parteien Gruppen Vorteile erlangen könnten, die bislang unter ihnen rangieren, läßt sie Parteien oder Politiker wählen, bei denen sie nur noch verlieren können. Der Mensch ist schon komisch, oder?

Leider gibt es auch in den Spielen eine ähnliche Verteilung, in denen man im Gegenteil herauszufinden versucht, inwieweit Menschen bereit sind, ihr eigenes Interesse zugunsten eines allgemeinen Interesses zurückzustellen. So haben Diplomstudenten der Uni Hamburg 2011 versucht, immer wieder wechselnde Gruppen von Spielern dazu zu bringen, bei unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten einer Klimakatastrophe 120 Euro zusammen zu bekommen, um diese abzuwenden. 10 Gruppen mit jeweils 6 Mitgliedern spielten mit einer Ausstattung von 40€ für jeden über 10 Runden. Dabei konnten sie entscheiden, 0€ (egoistisch), 2€ (fair) oder 4€ (altruistisch) in die gemeinsame Kasse zu geben. Bei der Wahrscheinlichkeit von 90% einer eintretenden Klimakatastrophe schafften nur 50% der Gruppen das Ziel von 120€ (alle hätten in jeder Runde nur die 2€ in die Kasse geben müssen….) Das sind trübe Aussichten für unseren gequälten Planeten.

Diese Verhaltensweisen von Menschen sind gerade zwischen Gruppen von großer Bedeutung. Eine Unterstützung solcher Differenzen durch Wahlprogramme erleichtert auf der einen Seite zahlreichen Wählern die Auswahl der entsprechenden Partei, schadet aber auf der anderen Seite dem Ziel einer harmonischen Gemeinschaft.

 

Ist die heutige Orientierung von zahlreichen Wahlprogrammen an einer reichen Klientel auf der einen und den vielen Armen auf der anderen Seite noch zeitgemäß?

Rechte und populistische Parteien bieten wie die extremen Gruppierungen ein sehr traditionelles Männerbild, das vielen in der heutigen Zeit sich verloren fühlenden Männern wieder Orientierung gibt (siehe meinen Blog zu Männern und Gleichberechtigung). Gerade Männer, in deren Haushalten das Einkommen unter dem Durchschnitt liegt und die vielleicht auch in Bereichen als Arbeiter tätig sind, die zunehmend durch den technologischen Fortschritt bedroht sind, fühlen sich in einem Umfeld wohl, in dem sie sich zumindest ihrer Rolle als Mann sicher sein können.

Diese Kriterien scheinen auch für die Wähler der AfD zu gelten, denn 2/3 der Wähler dieser Partei sind Männer, nur 16% haben die Hochschulreife.

Die aktuellen Trends wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Globalisierung haben mit der Lebenswirklichkeit zahlreicher Menschen nichts zu tun oder sind angsteinflößende und die Sicherheit bedrohende Szenarien. (Im Osten wurde die AfD vor allem in ländlichen Regionen gewählt, die von der Zukunft abgeschnitten scheinen und unter Bevölkerungsschwund leiden.)

Inhomogenität und Vorurteile auch innerhalb eines Staates befördern die Wahl von extremen Parteien, um sich gegen Überheblichkeit und Gönnerhaftigkeit abzugrenzen und einen eigenen Standpunkt festzulegen. (Ein paar Zahlen zu Ostdeutschland im Vergleich zu Westdeutschland mögen das belegen: im Osten hat man 5,5% mehr Arbeitszeit, 22% weniger Lohn und 57% weniger Vermögen – trotzdem gelten die Ossis manchem Wessi als undankbare Penner in der vom Westen bezahlten Wohlstandshängematte).

Sicherheit und Familie sind 2 der in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegenen Werte. Diese scheint gefühlt vor allem durch Flüchtlinge bedroht zu werden, den 54% der Deutschen haben eine negative Einstellung gegenüber Flüchtlingen, und mehr als 20% neigen vielleicht auch deshalb rechtspopulistischen Parteien zu.

Es geht also in gewisser Weise schon auch um Einkommen, aber noch mehr vielleicht um die Ablehnung von Veränderungen in einer Welt, die man sowieso schon nicht mehr versteht.

Gleichzeitig sind die Werte für Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit in den letzten 10 Jahren stark gestiegen. In der Zwischenzeit leben mehr als 10% der Deutschen vegetarisch, 2% vegan und die Anzahl der Flexitarier nimmt immer mehr zu. Konzepte zur Nachhaltigkeit, persönlicher Müllvermeidung und Ablehnung ausufernden Konsums werden nicht nur zahlreicher, sondern erhalten gerade durch die sozialen Medien verstärkte Aufmerksamkeit.

Alte Werte wie Freiheit, Erfolg und soziale Unterstützung der Armen durch die reicheren Teile der Bevölkerung sind hingegen im Sinken begriffen, weil sie in der sich gerade rapide ändernden Welt nicht mehr passen. Die bislang etablierten Parteien verkörpern aber gerade diese im Sinkflug begriffenen Werte.

Die zukünftige Auseinandersetzung geht möglicherweise mehr um die Werte, die für ein Leben bestimmend sind. So wünscht die eine Seite eine enge familiäre konservative und sichere Welt, die keinen Platz für globale Vernetzung und grundlegende Veränderung in jedem Bereich des Lebens bietet. Die andere Seite will durch grundlegende Veränderungen eine lebenswerte, natürliche Umwelt erhalten, in der ein Bewußtsein der wechselseitigen Verbindung existiert.

Es gibt einen aus meiner Sicht exzellentes Modell, daß die derzeitigen Verwerfungen und die entsprechenden Lösungsmöglichkeiten erklärt. Das ist das Konzept der Spiral Dynamics, erfunden von Clare Graves, vervollständigt von Christopher Cowan und Don Beck. Kurz zusammengefaßt: die Welt verändert sich auf Grund veränderte Rahmenbedingungen. Allerdings nicht in allen Bereichen gleichzeitig. Und nicht alle Beteiligten folgen dieser Entwicklung von Anfang an. In unserer global vernetzten Welt, die nicht nur technologisch alles mit allem verbindet, sondern in der durch das allgemein zugängliche Wissen auch die wechselseitige Abhängigkeit aller von allen deutlich wird, ist auch ein entsprechendes Staats- und Beteiligungsmodell nötig. Also eines, daß die „Glückseligkeit“ des gesamten Gebildes Erde im Blick hat und gleichberechtigter Beteiligung aller Gruppen. Europa ist dafür schon ein Schritt in die richtige Richtung – die parlamentarische Demokratie nach meiner ganz persönlichen Meinung in ihrer derzeitigen Verfaßtheit eher nicht. Doch bis zur Möglichkeit, alle in einer wie auch immer gearteten, vielleicht technologisch unterstützten Beteiligung einzubinden, müssen wir versuchen, bei den nächsten Wahlen genau zu schauen, wofür wir uns entscheiden.

Die nächsten Wahlen stehen uns in den ostdeutschen Ländern bereits im September ins Haus. Ich bin gespannt.

Deine Claudia

 

 

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