Traumata – Ursachen, Symptome und Behandlungsansatz

Traumatische Erfahrungen in der Kindheit sind oft für die Betroffenen erst später im Leben als Erwachsene zugänglich. Bei aller Unterschiedlichkeit der Erfahrungen gibt es doch übereinstimmende Gefühle und Gedanken, die die meisten Betroffenen beschreiben:

  • Sie mißtrauen der eigenen Wahrnehmung und ihrer Fähigkeit, Realität und Fiktion zu unterscheiden;
  • Sie nehmen sich selbst als minderwertig oder wertlos wahr;
  • Sie haben Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen und verläßliche Partnerschafts- und Sozialbeziehungen aufzubauen;
  • Sie haben ganz unterschiedliche, manchmal sehr subtil auftretende Symptome, die sich gegen die eigene Person richten. Das sind nicht nur die klassischen Themen von Selbstverletzung, Eßstörungen und Suchtverhalten, sondern auch Signale des Körpers, welcher Freude und Lust durch körperliche Einschränkungen und Krankheiten verhindert, wie z.B. Unverträglichkeitsreaktionen auf geliebte Nahrungsmittel, Muskelprobleme, die Sport und Bewegung verhindern und ähnliches.

Die Ursachen für die traumatischen Erlebnisse liegen ausschließlich in der Person der Täter begründet.

Dabei kann es sich um sexuellen Mißbrauch oder um schwere psychische oder körperliche Mißhandlung handeln, aber auch um Erfahrungen, die Sie als Kind in Kriegs- und Krisengebieten machen mußten.

Behandlungsansatz

Ganz gleich, ob Sie mit körperlichen Problemen zu mir kommen oder mit dem Gefühl der Unfähigkeit, die aktuelle Lebenssituation meistern zu können, sobald sich im Rahmen der ersten vertrauensbildenden Gesprächen zeigt, daß der Hintergrund der Problematik mit einer traumatischen Kindheitserfahrung zu tun hat,  fokussieren wir uns auf die Bearbeitung  Ihrer Wut-, Schuld- und Schamgefühle. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu den Behandlungen in anderen Fällen,  da die Täter bewußt unrechtmäßig handelten und die Neubewertung Ihrer Erfahrung diesen Fakt zu berücksichtigen hat.  In der Arbeit an Ihren Gefühlen geht es vor allem darum, sich der Vergangenheit zu stellen, ohne dabei die Hilflosigkeit und Wut der Vergangenheit erneut erleben zu müssen. Das Ziel der Arbeit, in der Methoden der lösungsorientierter Kurzzeittherapie, der Aufstellungsarbeit und der Gesprächstherapie verknüpft werden, besteht darin, Wut und Scham möglichst wenig Raum in Ihrem Leben zu geben und damit die Möglichkeit für eine Neuorientierung zu schaffen. Im Anschluß ist häufig Beratung im Bereich der Sexualtherapie, aber auch in der Findung einer neuen Lebensaufgabe erforderlich.

Wegen der Komplexität und Schwere solcher Erfahrungen ist in der Regel mit einer längeren Dauer der Behandlung zu rechnen.

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