Mein letzter Blog in einem Jahr, das uns allen viel abverlangt hat, wird nach so viel Verweisen auf die Todsünden im Leben (meine Blogreihe 2020 dazu beginnt hier:) einmal den Fokus auf das Schöne und Interessante in diesem Jahr legen.

Meine persönliche Liste der wundervollsten Erkenntnisse und Erfahrungen 2020:

  1. Hirnimplantate helfen Menschen

Ich bin ein begeisterter Science fiction-Leser und bin immer mal wieder überwältigt, wenn Technologien aus meinen Büchern sich im Hier und Jetzt materialisieren. Dazu gehört auf jeden Fall das Brain-Computer-Interface, dessen Entwicklung Elon Musk in diesem Jahr vorstellte. Natürlich bin ich mir all der Gefahren bewußt (und auch Sci-Fi-Literatur gibt dazu massenhaft Input), aber das Schöne ist doch, daß Technologie uns auch sehr helfen kann. Nebenbei bemerkt tut sie das sowieso schon lange, denn Hirnimplantate gibt es heute schon für zahlreiche medizinische Zwecke. (mehr dazu hier:)

  1. Physik leicht erklärt

Obwohl ich in der Schule Physik absolut nicht mochte und Schwierigkeiten hatte, deren Nützlichkeit zu erkennen, finde ich heute gerade Erkenntnisse der Astrophysik und der Quantenphysik unglaublich beeindruckend und auch so wichtig für unsere Erkenntnisse und unsere Offenheit für Neues.

  • Objektive Realität gibt es nicht

Das Schöne an der Quantenphysik ist, daß sie belegt, daß es keine objektiven Wahrheiten unabhängig vom Beobachter gibt. Als NLP-Master arbeite ich natürlich auf der Grundlage, daß jeder seine eigene Realität konstruiert und somit nur bedingt Verständnis für die Realität eines anderen hat, doch die Theorie der Quantenphysik geht weit darüber hinaus, da sie auch das Kriterium der Zeit einbezieht – eine weitere Kategorie, die wir nur konstruiert haben, um von der Realität nicht überwältigt zu werden. Sehr interessant scheint hier das Buch von Donald D. Hoffmann: „Relativ real“ zu sein, über daß ich dir im nächsten Jahr mehr berichten werde.

Denn ab Januar gibt es zusätzlich zu meinem monatlichen Blog unregelmäßig Buchbesprechungen zu den Büchern, die ich zufällig oder gewollt in die Finger bekomme.

  • Planeten im All mit erdähnlichen Bedingungen gefunden

Die Astrophysik meldete in diesem Jahr die Entdeckung des Planeten TOI 700d. Dabei handelt es sich um einen erdgroßen Planeten, der den roten Zwergstern TOI 700 so umkreist, daß die auf ihm herrschenden Bedingungen möglicherweise Leben erlauben. Nun ja, ich war ja schon immer der Meinung, daß wir ganz sicher nicht allein im Universum sind. Das wurde schon in den letzten Jahren durch Erkenntnisse bestätigt, die Proteine auf Asteroiden und Meteoriten verorteten, zum Teil auch auf Asteroiden, die älter als unser Sonnensystem sind. Genau diese Bausteine sind zur Entwicklung von Leben unerläßlich und die aktuelle Theorie auf Grund dieser Funde besagt, daß sie über Meteoriteneinschläge nicht nur auf unseren Planeten gelangten.

  1. Sinnvolle Nutzung von Plastikmüll

Angesichts der Tatsache, daß wir den Planeten mit Plastikmüll fluten (Deutschland dabei übrigens ganz weit vorn mit 39 kg pro Person im Jahr), ist es extrem hilfreich, daraus wiederum sinnvolle Dinge zu entwickeln. So geschehen durch das norwegische Startup Othalo, dasaus zerkleinertem Plastikmüll in Verbindung mit feuerfesten Materialien dringend benötigte Wohnungen in Afrika bauen wird. Begonnen wird 2021 mit einem Projekt in Nairobi.

  1. Obdachlosigkeit beenden

Endlich hat sich auch die Politik des Themas Obdachlosigkeit angenommen. Bis 2030 strebt die EU an, die derzeit ca. 700.000 Menschen in Europa von der Straße zu holen und ihnen das Menschenrecht auf Wohnen zu sichern. Auch wenn hier noch wenig Lösungsvorschläge vorliegen, die insbesondere die psychischen Erkrankungen einer Vielzahl von Obdachlosen berücksichtigt, ist das auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn du in der aktuellen Situation Obdachlose unterstützen möchtest, findest du im Netz zahlreiche Initiativen für deine Region und deine Hilfsangebote.

  1. Die Anzahl der Wölfe und Luchse in Deutschland steigt

Die Anzahl der Wölfe in Deutschland ist auch 2020 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – wenn auch nicht so stark wie in den Vorjahren. Dasselbe gilt – wenn auch bei sehr geringer Anzahl – für die Luchse in Deutschland. Allerdings ist Deutschland hier von der flächendeckenden Besiedlung der Alpen und Mittelgebirge, die für 2020 geplant war, noch weit entfernt. Dennoch bin ich als Katzenfreund sehr begeistert von der Vorstellung langsam wachsender Luchspopulationen in Deutschland. Denn aus meiner Sicht müssen wir lernen, mit den Wildtieren, mit denen wir uns das Land teilen, zusammen zu leben.

  1. Wildtiere erobern bewohnte Gebiete

Dazu gab es gerade in diesem Jahr zahlreiche Anregungen. In vielen Ländern ist gerade während des ersten Lockdowns der Verkehr auf Straßen und an Stränden massiv zurückgegangen. So berichten zahlreiche Städte von Tieren auf den Straßen, die dort bis dahin nicht gesehen wurden. Hirsche und Pfaue, Schakale und Kojoten, Wildschweine und Ziegen wurden an bis dahin den Menschen vorbehaltenen Plätzen gesichtet. (schöne Bilder und Berichte hier:) Einige von ihnen werden zusätzlich zu den Tierarten, die die Städte schon als neues Habitat entdeckt haben, bei uns bleiben. So ist jedenfalls zu hoffen.

  1. Neu entdeckte Tierarten

Auch 2020 sind zahlreiche neue Tierarten entdeckt (oder wiederentdeckt) worden;. besonders spannend, wenn es sich dabei um Säugetiere handelt. So fanden Wissenschaftler 2020 in Australien eine dritte Art (sehr Mogwai-ähnlicher) Großflugbeutler und auf Sulawesi eine neue Spitzmausart. Wie schön, daß neben den Aussterberaten auch noch solche Nachrichten stehen!

  1. Mütter mit drei oder vier Kindern altern weniger schnell

Bekommt eine Frau in ihrem Leben zwischen drei und vier Kindern, so macht sich nach der Menopause ein Unterschied in Gesundheit deutlich. Die Forscher nehmen an (Quelle), daß die weiblichen Sexualhormone sozusagen die negativen Begleiterscheinungen von Schwangerschaft und Stillen abpuffern und sich dieser Effekt nach dem Eintritt der Menopause und mit dem Verschwinden der Sexualhormone deutlicher abzeichnet. Dies ist mal wieder ein Hinweis auf die Evolution und die immer noch wirkenden, sehr ursprünglichen Mechanismen derselben – ganz unbeeinträchtigt vom rasanten Bevölkerungswachstum, der Klimakrise oder der Genderdebatte.

 

Websiten mit guten Neuigkeiten

Wie mir erging es offenbar einer Reihe anderer Menschen, die fanden, daß immer nur Krisen- und Katastrophennachrichten dauerhaft nicht zu verkraften sind. Und so will ich hier mir dir eine Reihe von Websiten teilen, auf denen du neben den schwarzmalerischen Informationen der tagesaktuellen Medien das Schöne aus aller Welt finden kannst.

Websiten mit Themen aus aller Welt:

Hier findest du witzige, anrührende, nachdenkenswerte Kurzinformationen aus allen Bereichen unseres Lebens und aus allen möglichen Ecken unseres Planeten. Diese Seite ist englischsprachig.

Noch eine englischsprachige Seite über gute Neuigkeiten weltweit aus allerlei Gebieten. Hier findest du zusätzlich Videos zu besonderen Themen und einen Shop mit Produkten, die alle ein soziales Projekt fördern.

Eine deutsche Seite zu guten Nachrichten. Hier findest du viele positive Beispiele aus allen Bereichen des Lebens. Aber nicht nur das, hier gibt es auch Tips für Motivation und inneren Frieden sowie die Möglichkeit, sich selbst an dieser Seite (finanziell und mit eigenen Beiträgen) zu beteiligen.

Websiten mit Themen aus der Wissenschaft:

Da ich irgendwie neueste Nachrichten aus der Wissenschaft immer als gute Nachrichten empfinde, lese ich gern auf diesem Portal, was es denn so Neues im Bereich der Hirnforschung gibt. Hier findest du wissenschaftliche Artikel aus der Hirnforschung, aus Neurologie und Psychologie, aber auch aus Robotik, Genetik und Neurotechnik. Wie alle wissenschaftlichen Artikel ist diese Seite in englischer Sprache gehalten.

Im Grunde bietet diese Seite ähnliches wie die Vorhergehende, nur daß sie auch Gebiete einschließt, die mich als ehemalige Historikerin besonders interessieren, wie Paläontologie oder Archäologie. Aber auch Genetik und Astronomie, Physik und Raumfahrt findest du hier. Auch diese Seite ist englischsprachig.

 

Ausblick auf das Jahresende

Unter dem Einfluß dieser zahlreichen positiven Nachrichten möchte ich dich ermutigen, das Jahresende dazu zu nutzen, für dich herauszufinden, was das Jahr 2020 dir an neuen und positiven Erkenntnissen gebracht hat, an neuen Erfahrungen und Überzeugungen. Für den Ausblick auf 2021 solltest du auch betrachten, was dir in diesem Jahr nicht gelungen ist – das aber unter dem Aspekt, wie du mit diesem Thema im nächsten Jahr umgehen möchtest.

Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit der Nutzung der Rauhnächte (was das eigentlich ist, beschrieb ich u.a. hier:) für diese Erfahrungen gemacht. Es gibt gefühlt eine Million Anleitungen dazu im Internet, wo auch du etwas Passendes finden wirst, wenn du das möchtest.

Ich selbst nutze die ganz frühen Morgenstunden (zwischen 04.00 und 05.00) vom 20.12. bis zum 01.01., also die 12 Nächte (und 11 Tage), die nach dem zwölften Monddurchlauf im Jahr noch übrig bleiben. Das Schöne an diesen frühen Morgenstunden ist, daß zu dieser Zeit zumindest in meinem Wohngebiet noch nicht viel los ist. So nutze ich lieber diese, weil ich kein Nachtmensch bin. Du kannst das genauso gut auch um Mitternacht, am späten Abend oder noch vor 04.00h tun. Ich mache es mir in meinem Mini-Meditationszimmer mit Kerzen und Rauchzeug gemütlich und gehe jeden Tag eine der folgenden Fragen durch:

Meine Fragen:

  1. Wer hat mir geholfen und beigestanden?
  2. Was ist gut gelaufen – Ideen, Verhaltensweisen, Beziehungen, Lösungen?
  3. Was habe ich verstanden / gelernt?
  4. Wofür war ich dankbar?
  5. Was hat gefehlt um meine Ziele zu erreichen – von den Dingen, die in meiner Verantwortung lagen?
  6. Welche Menschen, Ideen, Verhaltens- und Denkweisen will ich zurücklassen?
  7. Was ist mir für das nächste Jahr wichtig?
  8. Wie soll mein Erfolg am Ende des nächsten Jahres aussehen?
  9. Was ist das Wichtigste, damit ich am Ende des Jahres sagen kann, daß das Jahr schön war?
  10. Welche Einstellung möchte ich im nächsten Jahr zu meinem Leben haben?
  11. Was möchte ich im nächsten Jahr lernen / verstehen?
  12. Gibt es etwas, das ich ich im nächsten Jahr anderen Menschen geben will?

Die Konzentration auf einzelne Fragen macht es mir einfacher, mich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren. Du kannst natürlich auch – wenn du hast – dein Visionboard für das vergangene und das für das nächste Jahr benutzen, um dir noch einmal klar zu machen, was genau deine Ziele waren und was dich gehindert hat und wie sich das in deinem neuen Visionboard wiederspiegelt.

Ich ziehe an jedem der 12 Morgen eine Tarotkarte aus dem großen Arkana (Karten 0-21) und eine aus dem kleinen Arkana (die restlichen Karten), um damit einen Hinweis zu bekommen, unter welchem Motto die einzelnen Monate des nächsten Jahres stehen könnten und was mir dabei helfen kann.

Das Schöne ist, daß die Karten dann rückwirkend betrachtet immer passen. Ob das nun an meiner Interpretation liegt oder an der Tatsache, daß ich mich tatsächlich auf bestimmte Themen fokussiert habe, die die Karten suggeriert haben, bleibt deiner eigenen Bewertung überlassen.

Die Besinnung auf die o.g. Fragen funktioniert aber auch ohne Tarotkarten, wenn Du Dich den Fragen nur offen gegenüber zeigst.

Nun bleibt mir noch:

Dir ein wunderschönes Jahresende und einen herausragenden Start in das Jahr 2021 zu wünschen.

Deine Claudia