Was Sie mich gefragt haben:

 

„Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Therapie, Coaching und Training?“

Zunächst einmal ist wichtig zu verstehen, daß meine psychotherapeutische Arbeit eine Leistung nach dem Heilpraktikergesetz ist (und als Gesundheitsleistung damit von der Umsatzsteuer befreit), während Coaching und Training persönlichkeitsstärkende Dienstleistungen sind.

Eine Therapie widmet sich der Bearbeitung unmittelbarer Tiefs mit Krankheitswert. Dabei nutze ich im wesentlichen Methoden der lösungsorientierten Kurzzeittherapie, die Elemente aus der Verhaltenstherapie, der systemischen Therapie und der Gesprächstherapie sowie aus Hypnose und Familienaufstellungsarbeit enthält. In der Therapie geht es vor allem um die Arbeit an in der Vergangenheit erworbenen hinderlichen Verhaltens- und Denkmustern.

Coaching unterstützt hingegen bei der Entdeckung und Nutzung von eigenen Ressourcen, die Sie für die Neugestaltung und Veränderung Ihres Lebens benötigen. Coaching kann zudem im Unterschied zur Therapie sehr gut in einem intensiven Ganztagscoaching oder an einem Wochenende umgesetzt werden, da hier sehr viel positive Zukunftsarbeit geleistet wird. Im Coaching arbeite ich mit Instrumenten aus der Neurolinguistischen Programmierung (NLP), aber auch mit Elementen der Beratung, auch der Unternehmensberatung. Geht es um konkrete Themen in Ihrem Business, ziehe ich hierfür nach Absprache für einen Tag oder ein Wochenende auch gern einen Kollegen hinzu, der als Unternehmensberater den Fokus auf die Zahlen Ihres Unternehmens legt.

Und Training ist letztlich der Baustein, in dem Sie neue Techniken verstehen und anwenden lernen, die Ihnen bei der Überwindung der Vergangenheit und der Neugestaltung der Zukunft helfen können.

 

„Was bedeutet es, sich bei Ihnen ‚in Therapie‘ zu begeben?“

Wir beginnen mit einem Erstgespräch (siehe meine Erläuterungen zu diesem Thema). Mit dem Beginn der Therapie läßt sich der Prozeß bei aller Individualität grundsätzlich in drei Phasen gliedern. Im der ersten Phase geht es darum, die Rahmen- und Entstehungsbedingungen Ihrer Schwierigkeiten gut zu verstehen. Dazu sprechen wir zunächst über Ihr bisheriges Leben, Ihre Erfahrungen, Ihre Höhen und Tiefen. Dann folgt eine Phase, in der wir uns mit Ihren derzeitigen Hindernisse beschäftigen. Da ich angesichts der Themen, mit den Sie zu mir kommen, Instrumente der lösungsorientierten Kurzzeittherapie in unterschiedlicher Form und Kombination anwende, gibt es bei mir keine „Standardabläufe“ in dieser Phase. Abschließend folgt eine Phase der Festigung der neuen Denk- und Verhaltensmuster, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, auftretende Probleme wie z.B. Rückfälle in alte Muster mit mir gemeinsam zu bearbeiten.

 

„Was genau passiert denn in einem Erstgespräch?“

Im Erstgespräch erzählen Sie mir von der Situation oder den Schwierigkeiten, die Sie zu mir geführt haben. Ich stelle Ihnen eine Menge Fragen, um Ihre aktuelle Lage richtig zu verstehen. Abhängig von Ihrer Situation schlage ich Ihnen dann eine aus meiner Sicht geeignete Vorgehensweise vor. Wir sprechen über Ihre Fragen und Vorstellungen zu meinem Vorschlag. Sie beurteilen währenddessen für sich, ob meine Art, auf Sie einzugehen und der Vorschlag, wie meine Unterstützung aussehen kann, Sie anspricht. Im positiven Fall einigen wir uns auf ein Vorgehen und vereinbaren den ersten Termin.

 

„Kann ich die Therapie auch wieder abbrechen?“

Selbstverständlich steht es Ihnen jederzeit frei, Ihre Therapie auch wieder zu beenden. Ich verabrede in der Regel mit den Klienten erst nach einem Termin den nächstfolgenden. Wichtig ist mir, daß Sie aufkommendes Unwohlsein mit mir als Ihrer Therapeutin oder auch mit dem von mir vorgeschlagenen Vorgehen ansprechen. Bitte lesen Sie hierzu auch meine Erläuterungen zu der Frage, worauf Sie sich als Klient bei mir einstellen sollten.

 

„Worauf muß ich mich als Klient einstellen, wenn ich mit Ihnen arbeite?“

In der Therapie stelle ich manchmal Fragen und bespreche Themen mit Ihnen, die als unangenehm oder peinlich empfunden werden können. Grundbaustein einer Therapie ist es, Gründe und Veränderungspotentiale für derzeit wenig hilfreiche Verhaltensmuster zu suchen. Dabei kommen oft Situationen zur Sprache, die für Sie belastend gewesen sind; eine Therapie ist manchmal eben auch Arbeit. Zu erlernende Techniken (wie Entspannungsmethoden) bedürfen zudem häufig auch einer gewissen Übung, die Sie auch zu Hause praktizieren müssen.

 

 „Ich habe die Sorge, dass ich auch außerhalb meiner Termine mit Ihnen Situationen erlebe, in denen ich dringend Unterstützung brauche. Wären Sie auch dann erreichbar für mich?“

In solchen Situationen finden wir in der Regel sehr kurzfristig die Möglichkeit für ein Gespräch, sei es persönlich oder auch telephonisch. Tagsüber schaue ich regelmäßig in meine E-Mails und Nachrichten auf whatsapp, so daß ich auch innerhalb kurzer Zeit reagieren kann.

 

„Gibt es einen klaren Zeitrahmen, innerhalb dessen eine Therapie abgeschlossen sein sollte?“

Außer in den auf eine Langzeitbehandlung angelegten psychoanalytischen Therapieverfahren (die Sie nicht bei mir, sondern nur bei psychologischen Psychotherapeuten finden) sind die meisten anderen Therapieformen je nach Erkrankungs- oder Problembild auf Größenordnungen von 10 bis 50 Stunden orientiert. Das bedeutet für Sie, daß Sie nach 10 Stunden Therapie, die bis dahin keine für Sie erkennbare Entwicklung gebracht haben, die Therapieform und/oder den Therapeuten hinterfragen sollten.

Ich vereinbare im Erstgespräch einen ersten Zeitrahmen für die Behandlung mit Ihnen.

 

„Woran erkenne ich, daß ich den richtigen Therapeuten, Coach oder Trainer gefunden habe?“

Nach meiner Meinung gibt es keinen „richtigen“ Therapeuten oder Coach – letztlich geht es immer um ein Verstehen auf persönlicher Ebene. Im Grunde können Sie nur in einem persönlichen Gespräch feststellen, ob die vorgeschlagene Vorgehensweise und die Ausstrahlung des Therapeuten bei Ihnen ein gutes Gefühl erzeugt. Schließlich sind Sie als Persönlichkeit einzigartig und sollten sich so auch von Ihrem Therapeuten oder Coach angenommen fühlen.

Wichtig ist ein ehrliches Erläutern der Möglichkeiten und Wirkungen des vorgeschlagenen Weges. Sie sollten den  Vorschlag nachvollziehen können und für sich als sinnvoll erachten. Schließlich gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten der Unterstützung und nicht jede ist für jeden geeignet. Auch sollte Ihr Therapeut oder Coach deutlich machen können, daß er hinsichtlich Ihrer Situation Erfahrungen mit dieser Therapieform oder Vorgehensweise hat.  Vor allem aber sollten Sie sich als Person verstanden und respektiert fühlen. Sie sollten sicher sein, daß er Ihnen wirklich zuhört. Seine Erläuterungen sollten für Sie verständlich sein und seine Vorgehensweise professionell, aber einfühlsam. Sie sollten sich in der Arbeit mit ihm sicher aufgehoben fühlen – dazu gehört auch, daß er Ihnen Zeit und Raum läßt, sich mit den Dingen, die für die gemeinsame Arbeit wichtig sind, auseinanderzusetzten. Ganz selbstverständlich sollten Sie auch aufgeklärt werden, auf welchen zeitlichen (und gegebenenfalls finanziellen) Rahmen Sie sich einzustellen haben.